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Aktuelles aus dem Blog


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Wunder gibt es immer wieder... oder?

Seit gestern nachmittag steht ein einsamer Rollstuhl in unserer Kirche. Vergessen kann man einen Rollstuhl doch eigentlich nicht. Wer ihn braucht, braucht ihn. Und der wird an ihn denken.
Bedeutet das nun umgekehrt, dass der Besitzer/die Besitzerin des Rollstuhls in der Dormitio-Basilika ihn nicht mehr braucht?
Das ist ein durchaus spannender Gedanke, der uns seit gestern beschäftigt. Ob es wohl eine Heilung, ein Wunder in unserer Kirche gegeben hat, von dem wir nichts mitbekommen haben?
Wie viele Wunder geschehen wohl Tag für Tag um uns, womöglich sogar mit uns und in uns, ohne dass wir etwas davon mitbekommen?

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Baustellen neben der großen Baustelle

Auch außerhalb der Klosterbaustelle tut sich noch einiges:

Zur Zeit ist ein israelischer Arbeiter daran, mit einer Raupe den Uferbereich von Dalmanutha über den Meditationsplatz Solituto bis zum Pumpenhaus von den Mimosen zu befreien. Im Lauf der Jahre, in denen der See seinen Tiefststand hatte, wuchs eine Mimosenart, die Dornen von gut 2 cm Länge hat. Inzwischen sind die Sträucher weit über 4 Meter hoch und die Stämme manchmal 20 cm stark. Die Sicht zum See hinaus ist somit nicht mehr möglich. Von Seiten der Naturschutzbehörde haben wir die Genehmigung für diese Aktion gebraucht, denn der ganze Uferbereich ist staatliches Gebiet und steht unter Naturschutz. – Keine Sorge, das Schilf steht noch und es ist noch viel Grün da!

Dann ist auf der Begegnungsstätte der neue Grillplatz fertig. Mit einem behindertengerechten Zuweg und Steintischen und -bänken bietet der Platz gute Aufenthaltsmöglichkeiten. Auch Rollstuhlfahrer können gut an den Tischen in ihren Rollis sitzen.
In letzter Zeit hatten wir auf der Begegnungsstätte als Gäste eine einheimische Blindengruppe und viele Gäste mit Mehrfachbehinderung. Es ist einfach schön, wie sich die Leute freuen am Wasser und an der schönen Anlage. Muslime, Juden, Christen, Israelis und Palästinenser verstehen sich an diesem Ort bestens.
Allen, die die Begegnungsstätte unterstützen durch Gebet und Spenden , sei auch an dieser Stelle ein ganz herzliches Vergelt‘s Gott! gesagt.

Im täglichen Gebet in den Fürbitten wird aller gedacht. Kirche, Kloster und Begegnungsstätte gehören zusammen. Es wäre kein Bereich mehr wegzudenken.

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Ein neues Kloster im Grünen

Auf dem neuen Klostervorplatz, wo die Olivenbäume von Herrn Peitz bereits gut eingewurzelt sind und schon Zweige treiben, ist jetzt ein befestigter Weg zum Kloster und zum Vorratsraum (der auch als Luftschutzbunker im Kriegsfall benützt wird, was hoffentlich nie der Fall sein möge) angelegt worden. Auch ein Stauraum für unsere Mülltonnen, für die Leergutkisten der Getränke und für die Gasflaschen für die Küche ist fast fertig.
Gestern (Freitag) bekamen wir von einem Wohltäter aus Deir Hana in Obergaliläa drei große Olivenbäume geschenkt. Sie sind wunderbar gewachsen und etwa 130 bis 15O Jahre alt. So liegt das neue Kloster eingebettet im Grünen.

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Ein voller Montag

Der Montag dieser Woche war in mehrfacher Hinsicht ein besonders ausgefüllter Tag: Zum einen ist es nun mit ca. 40 Grad im Schatten unter Tags sehr heiß, mittags um 14 Uhr kommt dazu noch der heiße Wind, und nachts kühlt es auf 30 Grad ab, was für uns fast noch eine „Abkühlung“ bringt.

Dann geschieht im Neubau sehr viel: Die Schreiner sind dabei, weitere Böden zu verlegen. Die Klimatechnik wird installiert. Und auch der Kapitelsaal, der uns später mal als Versammlungsraum dient, ist im Rohbau jetzt fertig, und sein Dach ist in Beton gegossen.
In der neuen Pforte wurde eine alte Wand herausgebrochen. Damals, beim Bau der Kirche und des Atriums wurde sie schon in Beton gegossen, und ihr Abriss jetzt war deshalb eine schweißtreibende und sehr staubige Arbeit.
Auf dem großen Parkplatz ist nahe an der Einfahrt ein Fundament gegossen für das neue Wächterhäuschen.

Einen besonderen Besuch hatten wir auch noch am Montag: Altbundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise besuchten uns und unseren Pilgerort, das Kloster und die Begegnungsstätte. Sie ließen sich viel Zeit und nahmen unsern Ort auch spirituell mehr wahr. Beim gemeinsamen Mittagessen mit uns, den Volontären und Mitarbeitern und im Anschluss daran war es sehr schön, dass jeder auch persönliche Worte mit den beiden wechseln konnte. Mit einem Besuch in unsrer Brotvermehrungskirche, die natürlich in ihrer schönen Bescheidenheit für jeden glänzt, endete der Besuch.
Am späten Nachmittag haben wir schließlich unseren Volontär Peter aus Amerika, der fast ein Jahr bei uns war, verabschiedet.

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Frohe, gesegnete Pfingsten!

Mit dem Heiligen Geist könnte man zunächst sagen: Das ist so eine Sache mit dem Heiligen Geist: Man sieht nix, man hört nix, man schmeckt nix. Geist ist Geist.
Und doch hat es etwas auf sich mit dem Heiligen Geist. Wo im Gutem verstanden wird, ist die Kommunikation in verschiedenen Sprachen kein Problem. Mit Händen und Füßen reden hilft da oft mehr. Es geht um die eine Sache: Als Christen wollen wir versuchen, im Dialog aufeinander zu gehen.
Wo Menschen verstanden werden und sich verstehen, da ist Pfingsten und da wirkt der Geist Gottes. Feuer und Flamme des Geistes Gottes heißt einfach: LIEBE. Bischof Stecher aus Innsbruck brachte es einmal so zum Ausdruck: „Wenn der Geist Gottes an Pfingsten kommt und wirkt, dann streichelt einen die Liebe Gottes.“
Ihnen liebe Leser wünsche ich ein frohes Pfingstfest in der Gnade des Heiligen Geistes!

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Nach dem Kirchweih-Jubiläum

Noch Vieles schwingt nach: Die Klostereinweihung mit den vielen Gästen und das Kirchweihfest, das familiär war. Beide Feste waren in sich sehr schön und beide waren überragt von großer Dankbarkeit.
Die Arbeiten im Kloster gehen jetzt wieder weiter. Am Donnerstag flossen die letzten Betonladungen für das Dach des Kapitelsaales. Die Schreiner sind mit dem Verlegen der Parkett-Fußböden in den Mönchszellen fertig und reisen an diesem Wochenende in ihre Heimat zurück. Wenn sie das nächste Mal kommen, ist die Oberflächenbehandlung der Böden dran.
Inzwischen werden die Eibauschränke in den Zellen aufgestellt, und im Haus werden die Strom- und Wasserinstallierungen und die Einrichtung der Nasszellen gemacht. Also, es geht weiter!
Die Hitze nimmt jetzt mit jeden Tag mehr zu, damit leider auch die Feuergefahr auf den umliegenden Berghängen. Es waren am Donnerstagabend auch nicht die Feuerflammen des Heiligen Geistes, sondern sehr weltliche Flammen, die den dunklen Himmel über dem Berg der Seligpreisungen erhellten, und bei uns Angst aufkommen ließen wegen des Funkenfluges, der auch Schaden bringen kann. Die Feuerwehr bekam den Brand aber bald in Griff, so dass Ruhe im Tal einkehrte, selbst bei unsren Tieren.

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Liebe Brotvermehrungskirche,

heute am 23. Mai ist Dein großer Festtag. Du bist ja noch jung. 30 Jahre seit Deiner Einweihung sind vergangen. Deine Wurzeln gehen weit zurück. Schließlich stehst Du teilweise auf 1500 Jahre alten Fundamenten.
Und Du birgst neben dem Lieben Gott noch zwei weitere Schätze: Den Felsen, der verehrt wird, wo Jesus Brot und Fische segnete und austeilen ließ, und Deinen herrlichen Mosaikboden.

Als ich das erste Mal bei Dir war, war es Liebe auf den ersten Blick. Die Liebe zu Dir hat immerhin angehalten, ich sehe sie als Gnade und Geschenk. Wie viele Menschen hast Du ein- und ausgehen gesehen? Und wie gingen und gehen sie mit Dir um? Deine Geduld muss ich wirklich bewundern. Manche wissen sich nicht zu benehmen. Die meisten aber bewundern Dich und Deine schönen Mosaiken und Deine bescheidene Schönheit.
Zwei Päpste: Paul VI und der selige Johannes Paul II. haben Dich besucht. Papst Benedikt XVI. war schon hier, als er noch Erzbischof von München-Freising war.

Was Dich so liebenswert macht: In Deinem Dasein dürfen wir dem Herrn jeden Tag immer wieder begegnen, im Stundengebet und in der Eucharistiefeier. Auch liebe ich es, in Dir zu sein, wenn mal niemand da ist. Einfach schauen und anschauen lassen. Es ist wirklich Balsam für meine Seele.

Deine Geduld muss ich wirklich bewundern. Die vielen Pilger, Beter und Touristen, aber auch Neugierige. Und zu Deinem Leidwesen kommen auch die Souvenirjäger, die nicht nur die Schönheit Deines Bodens beschädigen, die sogar an den Heiligen Stein heran gehen und daran klopfen, um etwas zu ergattern.
Dann hält Dich auch die Tierwelt auf Trapp. Die Schwalben wollen in Dir wohnen und die Fledermäuse. Sie lassen ihre Spuren zu Deinem Schmerz zurück.

Heute danke ich Dir, dass Du nicht nur mir geistige Heimat bist. Ich danke Dir, Du bist immer da und hast Zeit für mich rund um die Uhr. Bei Dir darf jeder Mensch Freud und Leid, Lob und Dank vor Gott bringen. Es ist ja Deine Aufgabe. Aber was wäre sie, wie es im Hohen Lied der Liebe, heißt: Ohne die Liebe.

Zu Deinem Festtag darfst Du auf ein neues Kloster schauen und auf Deinen kleinen Bruder, das Oratorium. Bitte erinnere uns Mönchsgemeinschaft, dass wir uns jeden Tag und zu jeder Zeit neu auf Gott ausrichten. So verkraften wir die Stürme und Tornados, die uns schnell mal Gott aus dem Blickfeld verlieren lassen.
Heute wünsche ich Dir zu Deinem Festtag: Lass alle, die zu Dir kommen die Liebe Gottes spüren, sie aufnehmen und sie nachhause bringen und sie weitergeben. Danke, dass Du da bist! Ich wünsche Dir noch viele Jahre im Herrn. Sei und bleib Segen für alle!

Dir einen schönen Festtag,
Dein br. Franziskus,
im Namen vieler!

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Das neue Kloster ist eingeweiht!

Das neue Kloster ist gesegnet! Was jetzt am Tag danach bleibt: Eine große Dankbarkeit und Freude!
Mit den Brüdern aus Jerusalem, den geistlichen Würdenträgern, unseren Architekten, den Ingenieuren, den Handwerkern und vielen Gästen aus dem Land und aus Deutschland durften wir das neue Kloster einweihen.
Kardinal Joachim Meisner, der Hausherr, kam selbst und nahm am 37. Jahrestag seiner Bischofsweihe die Segnung des Neuen Klosters vor. Zuvor stand er dem Gottesdienst zum Fest Christi Himmelfahrt vor.
Architekt Alois Peitz übergibt Kardinal Meisner das neue Kloster. Im Anschluss an die Festmesse übergaben die Architekten dem Hausherrn mit einem Modell des Klosters den Neubau. Im Innenhof gab es dann mehrere Reden, alle mit großer Herzlichkeit und Freude. Unser Abt Gregory und somit wir, die Mönchsgemeinschaft, durften dann von Kardinal Meisner das Kloster zur Nutzung entgegennehmen.
Es war nicht nur für mich eine persönlich große Freude, dass alle Handwerker mit ihren Familien anwesend waren. Man spürte bei dieser Feier, wie wir zusammengewachsen sind, während der Bauphase.
Mit Weihwasser und Segensgebeten ging es großzügig ans Werk. Möge Gott alles und alle im Kloster segnen, unseren Ort und was den Ort verbindet: Mönche, Pilger, Gäste, die Menschen mit Behinderungen auf unserer Begegnungsstätte und unsere Mitarbeiter und Volontäre. Ja, unsre Mitarbeiter und Volontäre haben im Vorfeld des großen Tages viel an Einsatz und Kräften gegeben.
Der Mittag und Nachmittag ließ die Freude im Essen und Trinken und im Begegnen vieler fröhlicher Menschen weiterklingen. Die Vesper und abends die Kurzandacht im neuen Oratorium rundeten den Tag ab.
Mit Dankbarkeit und Freude und dem Wunsch, der immer wieder zum Ausdruck kam: „dass Gott in allem verherrlicht werde“ grüßen wir Sie, liebe Leser und Leserinnen ganz herzlich aus Tabgh!

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Wenn die bunten Fahnen wehen...

…geht für die ersten Gäste die Fahrt (bzw. der Flug) übers Mittelmeer!

Bunte Fahnen künden seit Montag das Einweihungsfest des neuen Klosters am 17. Mai und den 30. Jahrestag der Kirchweihe am 23. Mai an.

Unter den Gästen sind viele Helfer, die in den Tagen vor dem Fest und am Festtag selbst kräftig mitanpacken, damit alles gut gelingen kann: Die Räume, die Fluren, das Refektorium und das Oratorium werden gereinigt. Um das Kloster herum fahren noch die Raupen und rollen noch die Walzen, um den Festplatz an der Südseite zu ebnen, auf dem wir dann Tische und Stühle aufbauen werden. Auch eine große Schattierung ist angebracht. Aber auch heute bleibt noch viel zu tun!

Fahnen im Winde Galiläas künden vom bevorstehenden Fest! Ihnen allen, lieber Leser, vor allem denen, die am Fest nicht direkt teilnehmen können, sind wir verbunden trotz räumlicher Entfernungen, und wir fühlen uns Ihnen nahe. - Gott segne Sie alle zum morgigen Festtag!

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Warum Engel 'political incorrect' sind

Manchmal steht man vor Fragen, deren bloße Existenz einen schon überrascht. Geschweige denn, dass man in der Lage wäre, eine Antwort auf sie zu finden.

Seit ein paar Tagen trage ich mal wieder eine solche Frage mit mir herum. Ausgelöst wurde sie durch eine Bibelstelle, und das ist für einen Mönch ja nicht die schlechteste Art, einer Frage zu begegnen. Dabei ist sie kirchenpolitisch nicht ganz ohne. Und das bedeutet nicht, dass ich mich in Diskussionen einmischen möchte, die zu führen ich als Priester gar nicht befugt wäre. Zumindest dann, wenn man ihre Konsequenzen bis ans Ende durchdenken (oder zumindest durchfragen) würde.

Meine Frage aber hat auch eine sehr alltagsbezogene Dimension, geerdet, könnte man sagen. Und auch das findet der Mönch sehr passend. Auch wenn wir als Mönche ja bekanntermaßen schon ein gleichsam engelgleiches Leben führen, bindet uns der heilige Benedikt doch auch immer wieder an das normale Leben mit seinen Grenzen und Möglichkeiten zurück. Und davon gibt es hier im Heiligen Land mehr als sonst wo. Zumindest habe ich manchmal den Eindruck…

Engel. – Das ist nun auch mein Stichwort – siehe Überschrift. Seit ein paar Tagen beschäftigt mich die Frage, ob Engel politisch korrekt sind. Nicht, ob sie selbst politisch korrekt sind, sondern mehr, ob sie sich politisch korrekt verhalten.

Konkret geht es um jene beiden Engel, die den Jüngern erscheinen, kurz nachdem Jesus vor ihren Augen in den Himmel aufgenommen wurde. Denn jene Frage, die sie den Jüngern stellen, haben wir an den Beginn unserer Einladung zur Klostereinweihung gestellt: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut ihr nach oben…? (Apg 1,11).
Pater Jeremias hat diesen Text auch ins Arabische übersetzen lassen, und hat die Einladungen mit der Übersetzung auch unseren Arbeitern auf der Baustelle gegeben. Doch als diese Männer, quer durch die Bank Galiläer, die Einladung studierten, wurde sie ganz schweigsam und betreten. Als Pater Jeremias dies merkte, fragte er nach…

„Dürfen wir denn unsere Frauen nicht mitbringen? Da steht doch nur etwas von den Männern von Galiläa…“

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