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Benediktinerabtei Dormitio und Priorat Tabgha


Abtei Dormitio auf dem Jerusalemer Zionsberg

Dormition Abbey on Mount Zion (© by Frieder Blickle).

Auf dem Jerusalemer Zionsberg in unmittelbarer Nachbarschaft zum Abendmahssaal leben seit 1906 deutschsprachige Benediktinermönche.

Sie wurden auf Veranlassung des deutschen Kaisers Wilhelms II. aus verschiedenen Benediktinerklöstern der Beuroner Kongregation dorthin gesandt. Wilhelm II. hatte 1898 dem „Deutschen Verein vom Heiligen Lande“ (DVHL) das Grundstück am Rande der Altstadt geschenkt, weil dort eine Anlaufstelle für katholische, deutsche Pilger entstehen sollte. Die Dormitio-Kirche wurde 1910 eingeweiht, das Kloster 1926 zur Abtei unter dem Titel Dormitio Beatæ Mariæ Virginis erhoben. Neben dem eigentlichen Patronatsfest „Mariä Himmelfahrt“ haben auch weitere zentrale Geheimnisse des Neuen Testamentes eine große Bedeutung für Leben und Gottesdienst der Benediktiner auf dem Zion: das „Letzte Abendmahl“ mit der Einsetzung der Eucharistie und der Fußwaschung, die Erscheinung des Auferstandenen am Ostertag im Kreis der Jünger, die Geistsendung am Pfingsttag und das Leben der christlichen Urgemeinde.


Priorat Tabgha am See Genezareth

Seit 1939 betreuen Mönche unserer Gemeinschaft auch das Heiligtum der Brotvermehrung in Tabgha am See Genezaret. Dort wurde 1982 eine neue Kirche eingeweiht, die über wertvollen byzantinischen Mosaiken errichtet wurde, darunter das weltbekannte Mosaik mit den beiden Fischen und dem Brotkorb, das an das Wunder der Brotvermehrung erinnert und damit an eines der bekanntesten Wunder Jesu in Galiläa.

Wir sind eine benediktinische Gemeinschaft, die an zwei Orten lebt: in der Abtei in Jerusalem und in unserem Priorat in Tabgha. Wir leben als Mönche nach der Regel des heiligen Benedikt und unter der Weisung unseres Abtes. Die Benediktsregel selbst versteht sich als eine mögliche Weise, unter der Führung des Evangeliums zu leben. Dass wir dieses Leben im Rhythmus von Gebet und Arbeit an zwei biblisch sehr bedeutsamen Orten führen dürfen, gibt unserem Mönchsein eine ganz besondere Dynamik.


Deutschsprachige Gemeinschaft

Seit Anbeginn und von ihrer Ausrichtung her ist unsere Gemeinschaft eine deutschsprachige Gemeinschaft, das heißt, dass wir auch unsere Gottesdienste bis heute weitgehend in deutscher Sprache feiern. Gleichzeitig aber gab es in allen Mönchsgenerationen eine bunte Mischung von Brüdern aus verschiedenen Ländern und verschiedener Sprachen. So ist unsere kleine Mönchsfamilie ein Abbild der pilgernden Kirche insgesamt: Fremde, die Gast sind in einem fremden Land, gemeinsam auf dem Weg zu Gott.

Schwerpunkte unserer Arbeit

Schwerpunkte unseres Dienstes und unserer Arbeit sind außer der Feier der Liturgie und dem Dienst an den Pilgern an beiden Orten in Jerusalem und in Tabgha besonders das ökumenische und interreligiöse Gespräch und theologische Wissenschaft und Lehre sowie in Tabgha die Betreuung einer internationalen Jugend- und Behindertenbegegnungsstätte.

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