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Meldung im Detail


Die Generalsanierung der Abtei

31. August 2022

Die Wochen im Oktober waren auf der Baustelle von drei Schwerpunkten gekennzeichnet: In der Basilika gingen vor allem die Arbeiten auf den Gerüsten voran, zumal diese für den nächsten wichtigen Abschnitt – die Einsetzung des Altares und die Verlegung des Fußbodens im Altarraum – abgebaut werden müssen. Vor dem Beginn der Regenzeit sollten zweitens möglichst viele Außenarbeiten abgeschlossen sein, zumal solche, die mit Öffnungen ins Haus selbst einhergehen. Und drittens waren unsere Handwerker auch überall im Haus sehr aktiv, um den Innenausbau voranzutreiben. – Was faktisch bedeutet, dass an allen Ecken intensiv gearbeitet wurde.

Unsere Basilika hat einen weiteren, neuen Akzent bekommen: Zwischen der nun rot gefassten Kuppel und dem gereinigten, v.a. goldglänzenden Hauptmosaik brauchte
auch der dortige große Gurtbogen eine gewisse, eigenständige Betonung, zumal er den Altar überspannt. – Die Entscheidung für die blaue Farbe hat ihre eigene Entstehungsgeschichte. Im Ergebnis ist nun ein interessanter, durchaus kontrastreicher Dreiklang der drei Deckenpartien erstanden. Mit dem Abbau der Gerüste im Altarraum sind nun auch erstmals die neuen Onyxfenster frei sichtbar und können sich mit dem durch sie einfallenden Licht im Altarraum ausbreiten. Das Zusammenspiel der Jerusalemer Sonne mit den verschiedenen Onyx-Scheiben an den einzelnen Stellen in der ganzen Kirche und dies wiederum mit den drei markanten goldenen, blauen und roten Deckenpartien lassen die Basilika immer wieder neu und anders leuchten und strahlen.
Das Blau selbst verweist natürlich auch auf Maria, der unsere Kirche geweiht ist. Oberhalb des Altares deutet es zugleich den offenen Himmel an, wie wir ihn mit Christus feiern und glauben dürfen. – Ähnlich wie die Kuppel hat auch der Gurtbogen keinen völlig einheitlichen Anstrich, ist vielmehr durch sehr zurückhaltende, wolkenartige Strukturen aufgebrochen. In diese blauen Strukturen sind ein kleines Benediktuskreuz und ein kleines Regenbogenkreuz eingearbeitet: Bezug auf unseren Ordensvater und unsere Spiritualität einerseits, und auf unseren Auftrag für unsere Studierenden und die Pilger sowie unsere ökumenischen und interreligiösen Aktivitäten andererseits. – Noch dezenter lassen Weizen und Trauben das Thema der Eucharistie anklingen, und ein Olivenzweig spricht leise vom Auftrag zu Versöhnung, zu Gerechtigkeit und Frieden.

Insgesamt liegen wir freilich aus verschiedenen Gründen deutlich hinter dem projektierten Zeitrahmen. Gemeinsam mit unseren Partnern beim DVHL und vor allem unseren
Bau-Leuten arbeiten wir aber intensiv darauf hin, dass wir am 21. März im kommenden Jahr, also am Hochfest unseres Ordensvaters Benedikt, die Altar-Weihe feiern können. So hoffen wir, dass wir dann im Frühjahr 2023 auch nach und nach den normalen Kloster- und Pilgerbetrieb wieder aufnehmen können!

Mit den folgenden Bildern und Texten wollen wir Ihnen und Euch die Fortschritte der Generalsanierung zeigen.

Mehr Informationen zur Notwendigkeit der Generalsanierung gibt es hier: Ein anstehender Aufbruch
Mehr Informationen zu den konkreten Baumaßnahmen sind hier zu finden: An der Zukunft bauen
Und hier noch ein aktueller, lesenswerter Artikel der KNA über die Generalsanierung: Mehr Licht und pfingstliches Rot

Unsere beiden Klima- und Wassertechniker müssen auch schon mal tiefer hinunter steigen. Ihrer guten Laune tut das keinen Abbruch.

Nach dem Abschluss der Arbeiten am großen Apsismosaik haben die Fachleute auch die Mosaiken der kleinen Seitenkapellen gereinigt und restauriert.

Baustellen-Alltag: Während Architektin Raja sich mit Bauunternehmer Youssef bespricht, mischt Arbeiter Fahed weiteren Mörtel für die Fliesenleger.

Bau-Mönch Basilius schaut dem Fliesenleger über die Schultern, der auf der Noviziatsterrasse die neuen Steinplatten verlegt.

Ein kleines Abenteuer: Zwei dieser Tanks wurden angeliefert, konnten aber vom LKW nicht allzu nah aufs Gelände gebracht werden wegen der schmalen Zufahrten.

Eine der wichtigsten Rampen: Sie führt von der Kirche zur Eingangs-Ebene mit Pforte, Cafeteria und Laden. Ali bereitet sie für die Fliesen vor.

Fliesenleger Abu Issa verlegt im Wechsel glatte Steine und schmalere, raue Streifen, um die Rutschgefahr auf der Rampe zu minimieren.

In diesem Flur warten die nächsten Fliesen darauf, an ihren Zielort zu kommen, die neu angelegten Badezimmer in den Mönchszellen.

Durch den blauen Gurtbogen bekommt das neu gereinigte Hauptmosaik eine Art Rahmen.