Disposition der Orgeln
| Die Hauptorgel der Dormitio | ![]() |
| Die kleine Chor-Orgel | ![]() |
Musik aus der Dormitio
Vexilla Regis
Bereits aus dem 6. Jahrhundert stammt der lateinische Hymnus Vexilla Regis prodeunt, Die Standarten des Königs treten hervor. Er ist ein Lobpreis auf Christus, den König auf dem Kreuzesthron, gesungen von Bruder Josef und einer erweiterten Schola der Abtei:
Trauermetten
Von Gründonnerstag bis Karsamstag ist das Stundengebet einfacher und ursprünglicher gehalten. Ein wichtiger Bestandteil des Morgengebetes, der Trauermetten sind gesungene Lesungen aus dem Buch der Klagelieder, hier durch Vater Benedikt Maria:
Regina Caeli
Die Schola der Abtei singt die marianische Antiphon der Osterzeit:
Himmelskönigin, freue Dich, Halleluja. / Denn der, den du zu tragen würdig warst, Halleluja, / Er ist auferstanden, wie Er gesagt, Halleluja. / Bitt Gott für uns, Maria, Halleluja.
O Heiland, reiß die Himmel auf
Bruder Samuel, einer unserer beiden Organisten, improvisiert an der Orgel der Godehards-Basilika über O Heiland, reiß den Himmel auf:
Quellen:
- Die Ausschnitte aus Vexilla Regis und aus den Klageliedern sind von der CD Kreuzweg, die es auch in unserem Onlineshop gibt. – Weitere Infos.
- Das Regina Caeli ist der CD Ave Maria entnommen, die ebenfalls online bestellt werden kann. – Weitere Infos.
- Die Orgelimprovisation gehört zur CD Da klingt ein Sehnen tief in uns (Hildesheim 2008).
Kirchenmusik
Wer singt, betet doppelt: Chor unserer Studienjährler bei einem Festgottesdienst in Tabgha (2006). (Bild vergrößern)
Zweifellos ist die Musik eine der schönsten Gaben, die uns unser Schöpfer gegeben hat. In ihr vereinen sich die Kraft des Schöpfers und der Auftrag an den Menschen, sich dieser Schöpfung in der Verantwortung und Freiheit der Kinder Gottes anzunehmen.
In der Musik kann der Mensch demütig und schweigend versinken und sich so der Größe der Schöpfung bewusst werden. Und der Mensch kann mit seinen Gaben Musik werden lassen und so die Würde der eigenen Existenz mit seiner Stimme und seinem Atem, seinen Händen und seinen Füßen spüren.
In unseren Gottesdiensten hat daher Musik eine herausragende Bedeutung: Wer singt, betet doppelt! – Das wussten nicht nur der heilige Augustinus und Martin Luther. Das ist eine einfache Erfahrung, die jeder mit uns machen kann:
Singt ihm und spielt Ihm! (Psalm 105) – Der Gesang
Bruder Josef, der Erste Kantor unserer Gemeinschaft. (Bild vergrößern)
Die meisten der Psalmen und Antiphonen in unserem Stundengebet singen wir. Die einfachen Psalmtöne wirken wie ein Herzschlag, der den Psalmversen eine Art Eigenleben gibt. Und die Antiphonen lassen diese alten und bewährten je neu im Licht des Jahreskreises und der Feste erstrahlen.
Das Stundengebet singen wir mit dem Münsterschwarzacher Antiphonale und damit in der Regel in deutscher Sprache. Besonders aber in der Messe verwenden wir Teile des lateinischen Gregorianischen Chorals.
Lobt ihn mit dem Schall der Posaunen! (Psalm 150) – Die Orgel
Pater Ralph an der Hauptorgel in der Dormitio-Basilika. (Bild vergrößern)
Die Orgel begleitet und stützt unser Chorgebet und die Lieder und Gesänge in der Eucharistiefeier, denn sie vermag die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben (SC 120). Bei Ein- und Auszügen des Konventes und der liturgischen Dienste erklingt sie feierlich, meditativ und ruhig an anderen Stellen der Liturgie.
Unsere Abteikirche auf dem Zion hat zwei Orgeln: Eine kleinere Chororgel (1979) und die Hauptorgel (1982) auf der Empore. Beide Instrumente stammen aus der Orgelbauer-Werkstatt Oberlinger in Windesheim.
Lobt Ihn mit Flöten und Saitenspiel! (Psalm 150) – Noch mehr Instrumente
Volontäre Tony, Vinzenz und Matthias musizieren an Dalmanutha. (Bild vergrößern)
Besonders im Sommer, wenn unsere Gemeinschaft in Tabgha am Sonntag die Eucharistie am Messplatz Dalmanutha am Ufer des Sees Genezareth feiert, kommen auch noch weitere Instrumente zum Einsatz. Die philippinischen Schwestern und unsere Volontäre gestalten dann meistens mit Gitarre, Flöte, Klarinette, E-Piano den Gottesdienst mit.
Damit unterstreichen die Volos” nicht nur für die Pilger, die an der Messe teilnehmen, den besonderen Charakter der Feier direkt am Seeufer, sondern tragen ihren eigenen wertvollen Beitrag zum liturgischen und damit geistlichen Leben in Tabgha bei.


