Gottesdienstzeiten
Kirchenmusik
Benediktinische Gottesdienste gehen den ganzen Menschen an, alle seine Sinne. Deshalb hat auch die musikalische Gestaltung unserer Liturgie einen hohen Stellenwert für uns.
Ikonen
In der Liturgie der Ostkirchen sind Ikonen kaum wegzudenken. An einer der Nahtstellen zwischen den Kirchen und Konfessionen haben sie auch im Leben unserer Gemeinschaft einen festen Platz.
Materialien
Auf dieser Seite haben wir einige unserer eigenen Gesänge und Gebete zusammengestellt.
Friedensgebet
Eine besondere Verpflichtung ist uns im Heiligen Land das Gebet für Frieden und Versöhnung. In unseren eigenen Beziehungen und natürlich im umfassenden Sinne.
Beten auch Sie mit uns! Unsere Gebetstexte, die wir im Mittagsgebet integriert haben, finden Sie hier.
Gottes-Dienst
Kinder in Jerusalem (Foto: Sebastian Heide). (Bild vergrößern)
Verortungen
Der Mönchsvater Benedikt von Nursia lebte an der Wende des 5. zum 6. Jahrhundert, eine sehr bewegte Zeit, die vom Ende des Imperium Romanum und der Völkerwanderung bestimmt war. der Übergang der Antike zum MIttelalter. In diesem Umfeld schreibt Benedikt für seine Mönche die später nach ihm benannte Benediktsregel. Diese 73 Kapitel plus Einleitung und Abschluss sollten das Zusammenleben der Mönche sichern, sollten ihnen Stabilität und einen festen Ort in einer so rastlosen Welt geben.
Einen besonderen Raum nimmt in der Benediktsregel das gottesdienstliche Leben der Mönchsgemeinschaft ein. Kaum einem anderen Bereich des Mönchslebens widmet Benedikt so viel Aufmerksamkeit. – Der Gottesdienst hat also in einer Klostergemeinschaft einen besonderen Ort:
Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden.
(Benediktsregel 43,3)
Kinder in Jerusalem (Foto: Sebastian Heide). (Bild vergrößern)
Wenn er Gottesdienst feiert, soll sich der Mönch also auch seines eigenen Ortes bewusst sein.
Er stellt sich bewusst vor Gott, seinen Schöpfer und Herrn. Er nimmt sein Leben und die ganze Schöpfung als Gabe und Aufgabe an: in Dankbarkeit, in Verantwortung und Freiheit.
Gottes Dienen und Gott dienen
Gottesdienst ist daher zuerst Gottes Dienst. Es ist Gottes Dienst und Dienen an uns, dass Er uns ins Leben ruft, dass Er uns Sein Erbarmen und Seine Liebe spüren lassen will.
Kinder in Jerusalem (Foto: Sebastian Heide). (Bild vergrößern)
Wenn wir diese Liebe und dieses Erbarmen miteinander teilen, feiern wir Gottesdienst, dann dienen wir Gott. Weil Er uns dient, können wir Ihm und einander dienen.
Solches Dienen Gottes und Gott Dienen geschieht im alltäglichen Miteinander, in unseren menschlichen Beziehungen, in unseren Aufgaben und Arbeiten. Doch in besonderer Weise geschieht es, wenn wir uns zum Gottesdienst versammeln. Wenn eine Mönchsgemeinschaft sich zum Gottesdienst, zur Liturgie versammelt, schafft sie einen Raum der Freiheit.
Der Mönch als Gottes freies Kind
Dieser Raum der Freiheit verlässt nicht die Bedingungen und Begrenzungen unseres irdischen Lebens, sondern nimmt sie vielmehr auf in ihrem fürbittenden und dankenden Gebet. Aber dieser Raum der Freiheit erhebt unsere Bedingungen und Begrenzungen nicht zu Absolutheiten. Er unterwirft sich nicht modernem Leistungs- und Profitstreben. Er lässt sich nicht durch Schreckensnachrichten und Erfolgsmeldungen erschüttern. Er richtet den Blick immer wieder neu auf den Herrn und Gott.
Kinder in Jerusalem (Foto: Sebastian Heide). (Bild vergrößern)
Wenn der Mönch betet, alleine oder mit seinen Brüdern, stellt er sich als Gottes freies Kind vor seinen Schöpfer. Er bringt vor Ihn Bitte und Dank und Anbetung und lässt sich in seinem ganzen Leben immer wieder neu ausrichten. Die Verkündigung des Wortes Gottes, das Singen von Psalmen, Hymnen und Liedern, alle Kirchenmusik, die Ikonen und Bilder, der Kirchenraum mit all seinem Schmuck, dem Weihrauch und Gewändern – all das dient uns. Es hilft uns, Gott zu dienen, und es hilft uns zu erkennen, wo und wie Er uns dient. Wir Menschen nämlich sind es, die in der Liturgie von Gott beschenkt werden.
