Gottesdienstzeiten
Kirchenmusik
Benediktinische Gottesdienste gehen den ganzen Menschen an, alle seine Sinne. Deshalb hat auch die musikalische Gestaltung unserer Liturgie einen hohen Stellenwert für uns.
Ikonen
In der Liturgie der Ostkirchen sind Ikonen kaum wegzudenken. An einer der Nahtstellen zwischen den Kirchen und Konfessionen haben sie auch im Leben unserer Gemeinschaft einen festen Platz.
Materialien
Auf dieser Seite haben wir einige unserer eigenen Gesänge und Gebete zusammengestellt.
Friedensgebet
Eine besondere Verpflichtung ist uns im Heiligen Land das Gebet für Frieden und Versöhnung. In unseren eigenen Beziehungen und natürlich im umfassenden Sinne.
Beten auch Sie mit uns! Unsere Gebetstexte, die wir im Mittagsgebet integriert haben, finden Sie hier.
Die Heilige Schrift
An der Stadtmauer Jerusalems (Foto: Frieder Blickle, 2002). (Bild vergrößern)
Kamen Worte von dir, so verschlang ich sie; dein Wort war mir Glück und Herzensfreude, ruft der Prophet Jeremias aus (Jeremia 15,16). – Das Wort Gottes in den Büchern der Heiligen Schrift ist die wesentliche geistliche Nahrung für Christen, für Mönche insbesondere.
Mit den Texten der Bibel beten
„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.” (Lesung in der Osternacht) (Bild vergrößern)
Das gilt für den persönlichen Umgang mit der Bibel in der Schriftbetrachtung und im Studium. Das gilt aber vor allem auch für die Liturgie:
- In den Lesungen hören wir Gottes Wort.
- Die Psalmen und die Cantica aus dem Neuen und Alten Testament bilden das Gerüst der Stundenliturgie.
- Besonders dem Evangelium in der Eucharistiefeier oder in den Feierlichen Vigilien der Sonn- und Feiertage kommt mit Kerzen und Weihrauch eine besondere Verehrung zu.
- Die meisten der Gesänge, Lieder und Gebete der Eucharistiefeier und der Stundenliturgie speisen sich aus Worten der Heiligen Schrift, besonders der gregorianische Choral.
Im Land der Bibel
Im Land der Bibel liest man die Bibel noch einmal anders, plastischer, lebendiger. Diese Erfahrungen machen auch viele Pilger, wenn sie nach ihrer Reise im heimatlichen Gottesdienst besonders die Evangelien neu, mit wachem Herzen und offenen Ohren hören. Für uns Mönche auf dem Berg Zion und am See Genezareth gehört dies zu den (all-)täglichen Erfahrungen.
- Die Schauplätze vieler biblischer Erzählungen sind unser Lebensraum.
- Große Teile des Alten Testamentes teilen wir mit dem Judentum.
- Gerade die Psalmen, mit denen wir täglich umgehen, besingen so oft Zion und Jerusalem. Fragen und Klagen, aber auch Sehnsucht und Hoffnung verbinden sich mit diesen Namen und Orten.
- Die Osterbotschaft nahm in Jerusalem ihren Anfang. Deshalb lesen wir in der Sonntagsvigilien die Osterevangelien: Christi Auferstehung haben wir geschaut... Siehe, durch das Kreuz ist Freude gekommen für alle Welt..., singen wir als Antwort. – Und alle Länder der Welt werden Länder der Bibel...
Spiegel der eigenen Wirklichkeit
Sonnenaufgang am See Genezareth. (Bild vergrößern)
Wie das Land der Bibel so ist die Bibel selbst nicht immer einfach und gefällig. Wer die Begegnung mit den Texten der Heiligen Schrift zulässt, wird auch konfrontiert mit den Wüsten und finsteren Schluchten des eigenen Lebens. Ich sitze nicht heiter im Kreise der Fröhlichen; von deiner Hand gepackt, sitze ich einsam..., klagt der Prophet Jeremia (Jeremia 15,17).
Doch zugleich gilt für jeden, der sich auf diesen Weg macht, die Zusage Gottes, die auch Jeremia hören darf: Ich bin mit dir, um dir zu helfen und dich zu retten – Spruch des Herrn (Jeremia 15,20).
