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Jubiläumsbildband
soeben erschienen und ab sofort erhältlich!
Der nicht im Buchhandel, sondern nur
exklusiv in der Abtei erhältliche Bildband "Um Zions willen"
(deutsche Ausgabe) bzw. "For Zion's sake" (englische Ausgabe) ist
pünktlich zu den Jubiläumsfeierlichkeiten erschienen
und ab sofort erhältlich.
Bestellungen richten Sie bitte ausschließlich per e-mail an

oder per FAX an +972-2-5655-332.
Der großformatige umfangreiche Band ist hochwertig gebunden
und umfasst 218 Seiten. Er kostet 32 € bzw. 42 US-$.
Neben außergewöhnlichen Aufnahmen über das
Leben der Dormitio-Mönche an ihren drei Standorten geben
umfangreiche Texte Auskunft über Erbe und Sendung der dort
lebenden benediktinischen Gemeinschaft im 21. Jahrhundert.
Unsere Volontärin Kathy Saphir-Schmid und unser Mitbruder
Nikodemus C. Schnabel OSB haben dieses Jubiläums-Projekt
gemeinsam mit dem israelischen Spezial-Verlag Top Touch realisiert.
Durch seine hochwertige Aufmachung eignet sich der
Jubiläums-Bildband hervorragend als Geschenk für
alle, die ein Stück ihres Herzens im Heiligen Land gelassen
haben.
Das Vorwort von Br. Nikodemus C. Schnabel OSB:
Eine berechtigte Frage
Noch ein Bildband über das Heilige Land? Gibt es davon nicht
wirklich mehr als genügend? Ist dieses Medium nicht überhaupt
überholt? Senden nicht täglich die internationalen
Fernsehanstalten Bilder vom Nahen Osten in die ganze Welt? Sind die
Seiten der weltweiten Presse nicht voll von Bildmaterial aus dieser
Region? Stellt das Internet nicht jedes gewünschte Bildmotiv in
einem Bruchteil von Sekunden in den verschiedensten Variationen mir zur
Verfügung? Ist das Heilige Land nicht geradezu
„totphotographiert“?
Diese Einwände sind mehr als berechtigt! Für uns Mönche
der Dormitio vergeht in der Tat kaum eine Woche, in der nicht irgendein
Filmteam Aufnahmen von uns und unserer Kirche machen möchte, jeder
größere Gottesdienst wird von einem Blitzlichtgewitter
begleitet und wir selbst überschauen kaum noch die Informationen,
Meldungen, Photos und Videos, die über uns im Internet zu finden
sind. Nein, wir brauchen keinen Bildband über uns, um aus dem
Schatten der öffentlichen Wahrnehmung herauszutreten. Ebenso wenig
hat dies das Heilige Land oder unsere schöne Basilika nötig.
Denn wenn etwas diesem Land wahrlich nicht fehlt, dann ist es die
mediale Aufmerksamkeit! Warum dann also dieses Buch?
Das Hundert-Jahr-Jubiläum der Weihe unserer Kirche ist nicht die
Antwort auf diese Frage, sondern es war lediglich der Anlass, um ein
lange erwogenes Projekt endlich Wirklichkeit werden zu lassen. Die
Projektidee war vor allem durch den Wunsch genährt worden, den
vielen Bildern und Wahrnehmungen von außen, einmal eine
Innenperspektive entgegenzusetzen. Im Verlauf der Arbeit wurde dann
auch deutlich, woher unser latentes Unbehagen gegenüber den
bisherigen Darstellungen herrührte: Der Blickwinkel bestimmt die
Botschaft. Anders formuliert: Geschichten brauchen einen Rahmen. Die
Geschichte des Heiligen Landes, unseres Klosters und unserer Kirche
wurde schon oft erzählt, auch schon in hervorragenden Bildern,
aber bislang fehlte der Rahmen zu dieser Geschichte, der es
ermöglichte, uns selbst mit ihr identifizieren zu können.
Warum?
Der Blick von außen auf dieses Land und unser Leben ist fast
immer von einem Grundmotiv der Faszination für das Besondere, das
so Andere, das Exotische geprägt. Dieser Blickwinkel weckt
Interesse, Neugier, vielleicht sogar Begeisterung oder Sehnsucht. Wir
Mönche kennen diesen Blick von uns selber nur allzu gut: Wohl
keiner von uns hätte sich ins Heilige Land aufgemacht und an der
Klosterpforte angeklopft, wenn er nicht von einer gewissen
sehnsüchtigen Begeisterung für dieses Land, für diese
Stadt Jerusalem und für das Leben als Mönch auf dem Zionsberg
getrieben worden wäre. Viele Heilig-Land-Pilger werden
Ähnliches zu berichten wissen. Und in der Tat: Bilder, die das
Heilige Land mit den Farben der Faszination und der Sehnsucht malen,
gibt es genug. Ihnen braucht man nicht noch einen weiteren Bildband
dazuzugesellen.
Jeder von uns Mönchen kennt aber auch die Erfahrung der
Verschiebung des Blickwinkels, nämlich dann, wenn das Besondere
zum Alltag wird, das Anders-Sein zum eigenen Lebensentwurf und das
Exotische zur Heimat. Denn dann wird die Frage nach dem Warum des
Kommens verdrängt durch die Frage nach dem Warum des Bleibens.
– Wer ein Ja zum Bleiben wagt, sieht anders und neu! Ein Buch aus
diesem Blickwinkel von uns Mönchen fehlt bislang. Ich weiß
nicht, wie man diesen Blickwinkel in Worten fassen soll. Ich weiß
nur, dass ihm jedes Beäugen, Gaffen oder Starren fremd ist. Ich
vermute, der Blick aus dieser Perspektive ist ganz nah verwandt mit dem
Blick, mit dem sich ein älteres Ehepaar liebevoll in die Augen
schaut, das durch Höhen und Tiefen des Lebens hindurch in Treue
immer wieder zueinander gefunden hat. Vielleicht verbirgt sich ja
hinter diesem Blick das Geheimnis, das viele geistliche Schriftsteller
als „Berufung“ bezeichnen?
Ich bin sehr froh und dankbar, dass Kathy Saphir-Schmid mich auf diese
Suche nach einer angemessenen Form, diesem Blickwinkel Gestalt zu
geben, mitgenommen hat. Es war ein monatelanges sehr fruchtbares Ringen
zweier Menschen, die sich für das Bleiben entschieden haben. Sie
bei Ihrer Arbeit so intensiv begleiten zu dürfen, habe ich als ein
großes Geschenk erleben dürfen. Ein großer Dank gilt
aber auch Liora Ror von „Top Touch“, die sich mit uns
regelmäßig getroffen hat, um uns professionell bei der
Realisierung des gesamten Projekts zu unterstützen. Es war
großartig zu erleben, wie wir uns trotz unserer Unterschiede in
Alter, Geschlecht, Nationalität, Sprache und Religion verstanden
haben und von derselben Idee beseelt waren.
Nicht zuletzt möchte ich mich bei meinem Abt und meinen
Mitbrüdern bedanken, welche die Entstehung dieses Buches mit
größtem Interesse und Wohlwollen begleitet haben und gerne
die Arbeit des Korrekturlesens übernommen haben.
Möge dieses Buch den Blick weiten!
U. i. o. g. D.
Jerusalem, am Gedenktag des Hl. Basilius, 2. Januar 2010
Nikodemus C. Schnabel OSB
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