Titel der CD
- Antiphon “Ave Maria”
- Luigi CHERUBINI (1760-1842): “Ave Maria“
- Camille SAINT-SAËNS (1835-1921): “Ave Maria”
- Franz SCHUBERT (1797-1828): “Ave Maria” op. 52, Nr. 6
- Antiphon “Alma redemptoris mater” (tonus simplex)
- Antiphon “Alma redemptoris mater” (tonus sollemnis)
- Jehan ALAIN (1911-1940): “Ave Maria”
- Giovanni Battista PERGOLESI (1710-1736): “Vidit suum dulcem natum” (aus “Stabat mater”)
- Antiphon “Ave regina caelorum” (tonus simplex)
- Antiphon “Ave regina caelorum” (tonus sollemnis)
- Francesco DURANTE (1684-1755): “Vergin tutto amor”
- Josef Gabriel RHEINBERGER (1839-1901): “Ave Maria” op. 171, Nr. 1a
- Johann Sebastian BACH (1685-1750): “Quia respexit“ (aus Magnificat“ BWV 243)
- “Magnificat cum Alleluia”
- Antonin DVOŘAK (1841-1904): “Ave Maria” op. 19b
- César FRANCK (1822-1890): “Ave Maria”
- Antiphon “Regina caeli” (tonus simplex)
- Antiphon “Regina caeli” (tonus sollemnis)
- Giuseppe VERDI (1813-1901): “Ave Maria” (Aria der Desdemona aus “Othello”)
- Antiphon “Salve Regina” (tonus simplex)
- Antiphon “Salve Regina” (tonus sollemnis)
- Charles GOUNOD (1818-1893): “Ave Maria“
CD „Ave Maria”

Als für die Gottesmutter Maria die Stunde des Todes nahte, kamen die Apostel von den Enden der Erde, wo sie die Frohe Botschaft des Lebens und der Liebe verkündeten, nach Jerusalem, auf den Heiligen Berg Zion zurück. – So erzählen es alte Jerusalemer Traditionen. Und so erzählt es bis heute die orthodoxe Ikone von der Entschlafung Mariens: Sie stirbt im Kreis der Apostel, und zugleich nimmt ihr verherrlichter Sohn die Seele seiner Mutter in Gestalt eines kleinen Kindes in den Himmel auf. Seither kommen die Menschen von allen Enden der Erde auf den Zion und vertrauen ihre Sorgen und Nöte der Fürsprache der Gottesmutter an. In vielen Bildern und Darstellungen der Gottesmutter trägt unsere Basilika die Spuren ihrer Gebete.
Ich sehe dich in tausend Bildern, Maria, lieblich ausgedrückt…“, rief der Dichter Novalis (1772-1801) einst aus. In tausend Bildern sehen wir Maria. Dennoch ist sie die Eine, die in tausend Bildern für Tausende, für alle da ist. Und es sind nicht nur Bilder, Mosaiken und Skulpturen, es sind auch Gebete, Gedichte, Lieder, die uns Maria begegnen lassen.
Von der Begegnung Mariens mit dem Erzengel Gabriel (Lk 1,28) und ihrer Cousine Elisabeth (Lk 1,42) erzählen die Verse des Ave Maria“, das so viele Menschen in unserer Basilika Tag für Tag vertrauensvoll beten und auf diese Weise selbst eintreten in die Begegnung mit ihr. Jeder Komponist, der diese Worte in Musik setzt, verleiht seiner eigenen Begegnung Ausdruck, läßt sie zu einer klingenden Ikone werden und gibt uns Anteil daran. Im Stabat Mater“ stehen wir mit Maria unter dem Kreuz und schauen auf den Gekreuzigten, im Magnificat“ besingen wir mit ihren Worten Gottes Heilstaten in der Geschichte. Mit den Marianischen Antiphonen des Kirchenjahres beschließt auch unsere Mönchsgemeinde ihr Abendgebet und empfiehlt ihre Nachtruhe dem Schutz der Gottesmutter.
In einem vom Gebet erfüllten Raum wie unserer Basilika vermag das Wort des Novalis sich selbst und unsere Sinne zu weiten: Ich höre dich in tausend Bildern…
Maria, lieblich ausgedrückt,
Doch keins von allen kann dich schildern,
Wie meine Seele dich erblickt.
Ich weiß nur, daß der Welt Getümmel
Seitdem mir wie ein Traum verweht,
Und ein unnennbar süßer Himmel
Mir ewig im Gemüte steht.
